24.03.2007

1.Paul Moor Benefiz Marathon (188 Höhenmeter)

AK-Platz von Startnr. Zeit Kommentar 47 70 8 4:00:31 (Gesamt)

Vorbemerkung: Die Streckenbeschreibung auf Marathon.de hört sich vielversprechend an: Es handelt sich um einem attraktiven Punkt-zu-Punkt Landschaftsmarathon von Nettetal nach Bersenbrück. Termin und Erreichbarkeit passen perfekt als Vorlage zur Harzquerung. Bei meinem kleinen Marathon-Jubiläum Nr.10 wird dann das erste Mal geshuttelt ! ;-) Frage: Warum Osnabrück ? Meine Sympathie zum VFL Osnabrück habe ich einem lila-weißen Ex-Kollegen zu verdanken, als ich für 2 Jahre in Münster gearbeitet habe. Im Jahr 2000 war ich bei der Aufstiegsfeier an der Bremer Brücke dabei ! Seitdem verfolge ich die Entwicklung des Vereins. Frage: Wer war "Paul Moor" ? Kein Ahnung, aber Wikipedia hilft ! ;-)

Kommentar: Der Anfang verlief etwas holprig: Parken in der hintersten Ecke des anliegendes Schulkomplexes, dann war ein Schild zur Startnummernausgabe falsch aufgestellt, aber dann wurde das Zelt von mir doch noch gefunden. Danach sollte die Orga nur noch Lob einsammeln. Die Shuttle-Bus Fahrt war stimmungsvolll, brauchte aber gefühlt recht lange zum Start-Gelände. Die letzten 300 Meter gingen die Marathon Teilnahmer dann prozessionsartig zum Start, weil es für den Bus dort zu eng wurde. Am Start wartete schon der 1.Verpflegungsstand und ein Bully für die Kleiderbeutel. Nach 3 kurzen, persönlichen Ansprachen ging es dann los, und zwar sofort bergauf. ;-) Vom Gefühl her waren die meisten Höhenmeter im ersten Drittel, als es durch das Wiehengebirge ging. Das erschwerte das Einrollen. Ich lief mit meinem geplanten 6'er Schnitt an und war sofort recht weit hinten im kleinen Feld ! Nach ein paar KM zog ich so auf 5:30-5:40 an. Die Strecke war nicht immer markiert, dafür stand wirklich an jeder fraglichen Straßenkreuzung ein Streckenlotse ! Meistens Schüler, die Ihren freien Samstag für die gute Sache geopfert haben. Klasse. Das waren auch schon die einzigen Zusschauer ! Mir wars ja egal. Man bekam seinen Moment der Aufmerksamkeit, wenn ein Bundestraßen-Verkehr für seine Überquerung kurz gestoppt wurde. Die Strecke führte überwiegend über Nebenstraßen, wobei diese nicht extra gesperrt waren. Man mußte also auch mal mit Auto Gegenverkehr rechnen. Bis auf den Abschnitt am Mittellandkanal entlang wurde auch immer auf Asphalt gelaufen. Die Strecke war extrem windanfällig. Der Nachteil meines verhaltenen Anlaufens war, daß ich schnelle ohne Gruppe und alleine gegen den Wind lief und zwar wegen der Punkt-zu-Punkt Strecke die gesamte Strecke lang ! Das kostet Kraft. Den HM passierte ich knapp über 2H und ich konnte noch die letzten Klänge der Sambagruppe mitnehmen. Danach kehrte wieder Ruhe ein. Ich rechnete nicht weiter auf Sub4 weil für mich logischerweise im letzten Teil ein Kräfte-Einbruch folgen müßte. Es lief ein Mindener Sportfreund zu mir auf und leistete mir knapp 30 Minuten Gesellschaft. Er bewunderte mein konstantes Tempo, ich sein ambitioniertes Programm: Letzte Woche Steinfurt, heute PMBZ-Marathon, nächste Woche nen 50'er und dann der Rennsteig ! Alles Gute ! Die KM ab KM 30 fielen schwerer, aber ich spulte weiter mein Pensum runter. Noch wurde ich nicht wirklich langsamer. Noch immer war ein Sub4 in Reichweite... nein, darauf lasse ich mich nicht ein. An den Verpflegungsständen ging ich nun zu Cola über. Ich blieb dabei auch immer ein wenig stehen. Das Wiederanlaufen bereit mir keine Probleme. Das Ziel ist schließlich in Reichweite, die Sub4 auch noch ! Es muß im Ort noch eine kleine Ehrenrunde gedreht werden. Nein, ich mache keinen Endspurt. Das kostet Dich 2 weitere Tage Regeneration. Im Ziel: 4:00:31 Stunden. Na bitte. Fazit: Eine kleine persönliche Veranstaltung, die mit viel Herzblut der Beteiligten an den Start gebracht wurde.

28.04.2007

28.Harzquerung (51 KM, > 1200 Höhenmeter)

AK-Platz von Startnr. Zeit Kommentar 18 24 642 5:47:29 (179./336 Gesamt)

Vorbemerkung: Mach's noch einmal Od! Das Harz-Wochenende ist von der Familie abgenickt. Diesmal werden wir in Allrode in einer FeWo von Freunden unterkommen. Ich machte mir jüngst Sorgen ob der Lauf durch Kyrill'sche Sturmschäden evtl. gefährdet sei: Auf Nachfrage erklärte der Veranstalter:
"[...] ich gehe davon aus, die Harzquerung findet statt. Die Schäden auf der anderen Seite des Harzes sind mir noch nicht bekannt. Die Forstämter kennen die Bedeutung dieses Laufes.So ein Lüftchen kann unsere Strecke schon ab."

Kommentar: Die Woche vor dem Lauf begann mit einem Zeichen: Mein Körper teilte mir in Form einer Rachenentzündung mit, doch bitte alle restlichen gedachten Trainingsaktivitäten einzustellen. Da ich kein Fieber bekam und eine konservative Behandlung in der Folge anschlug, war für mich zumindest ein Start nicht in Frage gestellt.
Die Wetteraussichten klangen nicht verlockend. Am Samstag wurde der Temperatur-Höhepunkt des sonnigen Wetters mit um die 28 Grad erwartet. Zum Start um 8:30 Uhr in Wernigerode war davon noch nicht viel zu spüren. Schön zu sehen, dass mehr Läufer am Start wie im letzten Jahr sind. Aber auch kein Wunder, wenn vergleichbare Veranstaltungen wg. Kyrill Sturmschäden abgesagt werden. Das erste Novum für mich: Ein Startschuß (!) und das Feld setzt sich in Bewegung. Ich laufe bald gefühlt eine Spur schneller als letztes Jahr, aber ich empfinde das als ökonomisch so und mache mir darüber keine weiteren Gedanken. Im Verlauf des Rennens bemerke ich, daß die Strecke im Vergleich zu Vorjahr an einigen Stellen geändert wurde. Letztes Jahr sind wir nicht direkt über eine Stausee-Mauer gelaufen. sondern am Stausee entlang. Kürzer und leichter wurde die Strecke durch die änderungen mit Sicherheit nicht. Auf der Strecke zeigen sich die immer wieder Auswirkungen vom Sturm "Kyrill". Viele kahle Stellen haben sich in den Wald gefräst. Aber man sieht auch, dass schon viel getan wurde um aufzuräumen und so ein Dankeschön an alle Beteiligten vor Ort, daß die Harzquerung überhaupt stattfinden kann. Auf Bergkuppen in den Lichtungen brennt schon früh die Sonne, aber noch hat man einige Substanz und man genießt noch die herrlich blühende Landschaft. An den wenigen Versorgungsstellen herrscht drangvolle Enge. Getränke sind knapp, aber zumindest bei mir traten keine Versorgungslücken auf. Zum Wasser bzw. Tee gönnte ich mir bis ins letzte Drittel leckere Schmalzstullen. Dann passt das schon mit der Salzversorgung gegen Krämpfe. ;-)
So laufe ich konstant und fröhlichen Mutes bis in den Poppenberg rein und war gefühlt auf Kurs etwa 5:35-5:40 Stunden. Erstmals auf den letzten Metern zur Bergspitze merkte ich dann eine Schwächephase. So tat die dortige ausgezeichnete "Notversorgung" der Läufer Ihrem Namen alle Ehre. Bergab erhole ich mich etwas, aber von nun an baue ich schleichend bis zum Ziel ab, aber ohne in eine wirkliche Krise zu kommen. Imho ein Tribut an die äußeren Umstände, meine Rennenteilung geht im Nachhinein voll auf. Im letzten Drittel der Strecke viel freies Feld ohne Deckung gegen die Sonne von oben, puh. Ich gehe nun öfter als es die vor einem liegende Steigung nahe legen würde, aber immer wieder schaffe ich den übergang in den Laufschritt, vor allem bei überholungen, die gegen das eigene Ego sind. ;-) An den Verpflegungsstellen gehe ich nun zu Kopf mit Wasser kühlen über, warum eigentlich nicht früher ? ;-) und ich trinke Cola, was anderes will nicht mehr rein.
Meine Schuhe, die neutralen NB 755, auf meinen langen Trainingsläufen erste Wahl, zeigen nun echte Ermüdungserscheinungen in der Dämpfung. Insgesamt sind Sie für diese Art Cross-Lauf auch zu klobig. Hier sind eher flache Leightweight-Schuhe gefragt.
Im Ziel eine handgestoppte 5:47 Stunden, immerhin noch 6 Minuten besser als im Vorjahr. Darauf angelegt habe ich es nicht. Beim Umziehen am Auto dann eine böse überraschung. Mir wird übel und der Kreislauf spielt nicht mehr mit. Da hilft nur ab in den Schatten legen und trinken, trinken, trinken. Nach 15 Minuten fühle ich mich besser und ich kann die Heimfahrt zur Ferienwohnung antreten. Fazit: Wieder ein Lauf der Extreme: Letztes Jahr Schnee und Hagel, dieses Jahr Hitze. Dabei ist die Strecke eigentlich schwer genug. ;-) Der Harz zeigt sich durch die frühe Blütezeit von seiner schönsten Seite. Der Lauf ist einfach nur Kult.

13.05.2007

4.Karstadt Ruhr-Marathon (HM-Support)

AK-Platz von Startnr. Zeit Kommentar DF13829 2:36:35 ( Regina Kliche, HM Dortmund - Herne)


Kommentar: Der Ruhr-Marathon bekam die Rechnung für die unsägliche Absage im Vorjahr. Rund ein Drittel weniger Läufer. Mir wars recht, so ging alles entspannter zur Sache. Auf der Marathonmesse am frühen Samstag Nachmittag war viel Platz. Diesmal kein Goodie mit den Startunterlagen !? Naja. Der Sonntag begann dann mit einem Frühstück auf Höhe der Startlinie, ein Vorteil wenn man in dem Vorort lebt. ;-) Der Lauf selbst verlief dann eigentlich unspektakulär bis auf die Tatsache, daß wir vom Start bis ins Ziel ständig überholt wurden und das teilweise von Körperformen, wo imho doch der orthopädische Gau droht. Aber auch im hinteren Teil des Feldes wird ehrlich malocht. Das Publikum hat sich Vergleich zur letzten Auflage ebenfalls ausgedünnt. Das merkte man besonders in Bochum auf Höhe des Comödchen. Herne ist und bleibt eine Hochburg. Dialog auf dem Rückweg der Wendepunktstrecke kurz vorm Ziel: Sie: "Den Berg gehe ich jetzt!", Ich: "Welcher Berg?" ;-) Zugegebenermaßen spürte ich doch so langsam meine Beine vom Ultra. Im Ziel die positive Überaschung. Der Nachzielbereich wurde umgebaut und der Läufer geht in einer längeren Schleife zum geräumigen Friedrich-Ebert-Platz am Rathaus. Sehr gut ! Beim Proviant ist auch wieder Schmalhans Küchenchef. Hätte gerne einen Riegel gegessen. Ok, dann eben beim Erdinger Stand durchkämpfen und Flüssignahrung. Das Basica krieg ich nicht mehr runter. Von mir gibts hierfür keine Empfehlung. ;-) Im nächsten Jahr bin ich wieder offiziell dabei. Wird ja schon wieder teurer. :-(

20.05.2007

Rund um Dortmund (1./2.Etappe)

AK-Platz von Startnr. Zeit Kommentar 1:50 (1. Etappe) 2:12 (2. Etappe)

Vorbemerkung: Etappen werden in geführten Gruppen gelaufen, bin in Begleitung von Agentin My.Meise. Ein promenieren mit der Dortmunder Lauf-Prominenz ! ;-)

Kommentar: Das mit dem Promenieren hatte sich am Start schnell erledigt nachdem circa 80 % der fast 100 Teilnehmer in der 1. 6'er Gruppe weg sind und ich mich mit meiner Laufbegleitung in einer überschaubaren langsameren Gruppe wiederfand, mit geschätzem Frauenanteil von 80%. ;-) Viermärker Bernd in der Führung machte seine Sache aber sehr gut und routiniert. Höhepunkt war so kurz nach Oespel-Dorney, als er die Gruppe anhielt um auf eine folgende gefährliche Crosspassage hinzuweisen. Wir dagegen fühlten uns an einen Werbespot erinnert: "Leute, hört mir mal zu ! Die Sonne geht auf ! Genießt den Tag ! Ich liebe Euch !" *hahahha* Der Lauf war ein toller Landschaftslauf mit einigem Cross- und Trail-anteil, das hatte ich so gar nicht erwartet. Der Etappenlauf ist eine tolle Sache, top von den ausrichtenden Vereinen organisiert. Die Teilnahme an der 2.Etappe hatte sich spontan ergeben. Die 2.Gruppe ist größer geworden, was wohl auch daran liegt, daß man die ehrgeizigen Laufhengste in der 1.Gruppe nicht lange bei einem 6'er Schnitt halten kann und das Tempo eher in Richtung 5:30 tendiert.

17.06.2007

2.Willinger Panoramalauf (33 KM, 825 Höhenmeter)

AK-Platz von Startnr. Zeit Kommentar 9 11 117 3:08:34 (37./52 Gesamt)

Vorbemerkung: Der Härdlerlauf ist tot, lang lebe der Willinger Panoramalauf !? ;-) Wenn Schmallenberg uns nicht mehr haben will, ziehen wir ein Haus weiter. Letztes Jahr ein Wochenende in Willingen Usseln gewesen und dort eine schöne Laufrunde gedreht. ;-)

Kommentar: Die Macher vom Panoramalauf haben nicht zuviel versprochen. Der Landschaftslauf konnte alle Erwartungen erfüllen. Die Panoramablicke auf den Höhenzügen waren bei dem Wetter und der klaren Sicht berauschend. Zu lange wollte ich oben aber auch nicht verweilen, denn durch den Wind fröstelete man schnell durch das nasse Lauftrikot. Meine Rennstrategie sah eigentlich vor, erst nach den zweiten großen Anstieg evtl. etwas zuzulegen. Aber schon im Anstieg fühlte ich mich gut und lies laufen. Was solls, aber morgen kommt die Reg.woche. Im Profil kaum zu erkennen. Der letzte Anstieg rund 1000 Meter vor dem Ziel war böse und ich wurde doch einmal zum gehen genötigt. Die Organisation war summa summarum noch gut: Einige Wegemarkierungen waren nicht ausreichend, wir liefen in das Feld der Nordic Walker, wurden von der HM Spitze überholt und am Verpflegungsstand wäre auch mal was anderes als Bananen schön gewesen. Zum Glück hatte ich 2 Gels dabei. Dafür schmeckte das Iso klasse, leider die Marke vergessen. Demgegenüber steht eine ansonsten gute Organisation und eine schöne Atmosphäre mit Kurzweil im Start-/Ziel-bereich am "Haus des Gastes". Das alkoholfreie "Maissels Hefeweizen" im Ziel tat gut und auch das Erinnerungsglas zum Lauf ist eine schöne Geste. Das Baumwoll T-Shirt zum Lauf dagegen ist knallrot und eher nur für die Wohnung geeignet. ;-)

12.08.2007

2. GAG-Erlebnis Marathon Köln (HM)

AK-Platz von Startnr. Zeit Kommentar 166 265 342 2:07:55 (Agentin Meise Gesamt) 536 2:07:55 (Pacemaker Ödel )

Vorbemerkung: Brems- und Zugläufer für Agentin Meise bei Ihrer HM Premiere. Zeitziel ist 2:15 Stunden ± 5 Minuten. Anschließend wird sich in einem Häagen Dazs Shop belohnt! Die Kugel für 2,20 EUR !;-)

Kommentar: Beginnen wir mit dem Resume: Es war ein perfekter Lauf für Agentin Meise, die Ihr Volkslauf-Karriere mit einem Ausrufezeichen beginnt. Nach dem Start ging es auf etwas eckigem und schmalem Kurs los, aber für die Größe des Felds war das in Ordnung. Auf den ersten vier KM justiere ich das Tempo auf einen 6:30'er Schnitt. In den Folge werden wir etwas schneller, die KM-Schilder standen aber imho schlecht und waren nicht zur Tempokontrolle geeignet. Bei KM 10 waren es demnach 1:03 Stunden und wir lagen voll im Soll. Danach pendelte die berechnete Zielzeit an einem KM-Stand immer zwischen 2:10 und 2:15. Der Traum von Sub 2:10 schien aber möglich. Zum Schluß übernahm ich die Getränkeversorgung und das Abklatschen der Kinder am Streckenrand, da Agentin Meise nun auf Reserve lief und mit dem letzten Tropfen Sprit ins Ziel kam. Gratulation ! Der gesamte Kurs ist flach bis auf wenige Brückenanstiege und spendet auch angenehm viel Schatten bei heutigem Kaiserwetter. Ich war froh, als ich nach über der Hälfte der Strecke endlich mal nicht auf Asphalt laufen mußte. Der Landschaftslauf ist aber attraktiv und kurzweilig zu durchlaufen. Die Organisation des Laufes war ansonsten gut. Wer Karneval an der Strecke zum Laufen braucht, ist hier falsch.

Fotos vom Lauf gibts bei Runners World

19.08.2007

32. Int. Volkslauf "Durch die Haard" (~ 20.5 KM, ~ 150 Höhenmeter)

AK-Platz von Startnr. Zeit Kommentar 8 10 295 2:00:50 (83./94 Gesamt, also gaanz weit hinten ;-) )

Vorbemerkung: Trainingslauf durch die landschaftlich schöne Haard.

Kommentar: Die Startvorbereitungen beginnen etwas unkonventionell mit einer lockeren Anmoderation von einem Menschen aus der Organisaton. Die Strecke mußte im Vergleich zum Vorjahr geändert werden und ist nun etwa 20,5 km lang und führt in Teilen über den "Römerweg". Nachdem noch kurz die Bodenbeschaffenheit erörtert wurde ging der Moderator abrupt in den Start-Countdown über und schon wird in freier Formation losgehechtet. Mit meinem 6'er Schnitt laufe ich dann als Letzter vom Sportplatz. Nach Überqueren der Hauptstraße sind wir schnell im Wald und laufen auf Schotter- und einigen Waldwegen, wo es herrlich querfeldein geht. Die Laufstrecke ist gut markiert und an den Versorgungsstationen gibt es ausschließlich Wasser. Nach etwa der Hälfte der Strecke bekomme ich doch noch etwas Gesellschaft aus dem TLV Rünthe zum Quatschen, womit weitere Temposteigerungen adacta gelegt werden. Immerhin höre ich nun u.a. über eine positive Erfahrung bei Rückenschmerzen durch den MBT-Schuh. Da kommt man schon ins Grübeln. Auf dem letzten Kilometer zieht meine Laufbekanntschaft das Tempo an und ich bleibe nur widerwillig dran. So geht es dann durch's Ziel. Ein schöner Lauf mit Dorf-Charakter ! Ich wünsche meiner Laufbekanntschaft viel Erfolg beim Berlin Marathon !

14.10.2007

30. Harz-Gebirgslauf/Brocken-Marathon (> 1000 Höhenmeter)

AK-Platz von Startnr. Zeit Kommentar 75 87 4518 4:32:57 (506./751 Gesamt)

Vorbemerkung: Huch, daß ging jetzt schnell. Gestern noch eine fixe Idee, heute ist das Hotel gebucht ! Die Familie hat das Abenteuer abgenickt, daß ich mit meinem Röntgen-Ultra Begleiter Helle begehen werde. Von einer Teilnahme an diesem Lauf habe ich bisher nur zu träumen gewagt. Unterkunft von Fr. auf Sa. bietet das Hotel Schloßblick. Der Veranstalter:
"[...]über 1000 Höhenmeter machen diesen Marathon zu einem der schwierigsten Ausdauerläufe Deutschlands. Nur sehr gut trainierte Läufer/-Innen sollten diese Herausforderung annehmen. Auf dem Brockengipfel herrscht Hochgebirgsklima. Mit starkem Wind und Wetterumschlag muss gerechnet werden[...] ( Brocken Webcam, Wikipedia: Der Weg zum Gipfel )




Laufbericht: Das Brocken-Abenteuer begann mit einer stau-beladenen Anreise über die A2, sodaß der Freitag schon fast rum war als wir in Wernigerode eintrafen. Das einzige todo des Tages war die Abholung der Startunterlagen im Rathaus. Die Atmosphäre dort fand ich nicht sehr einladend. Es ging alles sehr beengt zu und es gab keinen Grund länger als nötig dort zu verweilen. Am Sa. mußten wir für den Start etwas aus dem Ort raus und haben uns einen schönen Parkplatz in einer Nebenstraße gesucht. Das Wetter war kalt und klar, aber nicht unangenehm. Das Start- u. Ziel-areal war auf einer Wiese gelegen und in dem umliegenden Waldnischen richteten und verrichteten sich die Läufer. ;-) Ich startete mit meiner Laufbegleitung aus der letzten Reihe, weil wir meinten die Schlange bei der Rucksack-Abgabe sei zu groß und so liefen wir noch mal zu unserem Auto. ;-) Das hat soweit geklappt, aber auf dem letzten Drücker und nicht ohne innere Aufregung. Ich versuchte nun in einen ruhigen Rhythmus zu kommen, wobei die ersten 10 KM laut Profil "relativ" flach sein sollten, mit Betonung auf relativ. Ich habe meine Laufbegleitung schnell ziehen lassen, denke aber schon hier ein paar Körner liegengelassen zu haben. Nach der ersten Verpflegung ging es langsam zur Sache und bis zum legendären "Panzerplatten" Anstieg so um KM 16 zum Brocken mußte ich schon zweimal gehen. Bei den Platten war für mich an Laufen nicht mehr zu denken, wie für die meisten anderen Teilnehmer auch. Dafür schwitzte ich aber schon wie ein Schwein. ;-) Die Landschaftskulisse war traumhaft und das Wetter auch. Die Wetterstation auf der Kuppe lag minimal im Nebel, ein grandioses Bild. Angedacht war nun bergab Fahrt aufzunehmen, aber meine Beine waren bereits zu und der erste Teil des Abstiegs war auf unangenehmen hartem Asphalt, bis es bald wieder in den Wald ging. Ich kam nun in ein echtes Tief und fühlte mich an meine ersten Marathons zurück erinnert. Ich fühlte mich saft- und kraftlos und ging nun jeden noch so kleinen Anstieg. Erst als ich mich so bei KM 35 mit meinem Schicksal arrangiert hatte, lief es besser und ich erholte mich auch mental und rollte langsam, aber aufrechten Hauptes mit knappen 4:32 ins Ziel.
Fazit: Der Lauf ist ein Erlebnis, aber auch sauschwer. Mein eigener Trainingseindruck im Vorfeld war wohl zu optimistisch, aber ich denke auch meine Tagesform war nicht gut. Der lange Anstieg kommt nicht gerade schweren Läufern entgegen. Eine besondere Herausforderung eben. ;-)

4.11.2007

8. Bottroper Ultra-Marathon (Deutsche Meisterschaft über 50 KM)

AK-Platz von Startnr. Zeit Kommentar 27 32 5218 4:54:59 (152./203 Gesamt)

Vorbemerkung: Bottrop hat den Vorzug vor Remscheid bekommen. Dafür gibts einen Lauflust Einkaufs-Gutschein. ;-)

Laufbericht: Auch wenn es die Plazierung nicht vermuten läßt bin ich mit meinem Abschneiden sehr zufrieden. Durch die Austragung der deutschen Ultra-Meisterschaft war das Laufniveau entsprechend hoch. Das Umziehen in der Kaue in der Zeche Prosper Haniel hatte schon was. Ich habe meine riesige Sporttasche aber doch nicht in einem Drahtkorb deponiert wegen fehlendem Schloß. Wahrscheinlich hätte man das aber irgendwo geliehen bekommen. Der Start verlief unspektakulär. Die ersten KM lief ich mit einem 6:10'er Schnitt an. Ich lief dazu hinter einem Läuferpaar mit Garmin und war immer bestens über die Pace informiert. Es dauerte ne ganze Weile bis der KM leicht schneller als ein 6'er Schnitt gelaufen wurde. Aufgrund früherer Erfahrungen habe ich bereits früh mit dem Essen begonnen und schon bei KM 10 einen Molkeriegel (Gruß an Dr.Feil! :-) )gefuttert. Dito kurz vor Halbzeit. Ich denke das war gut so. Weiterhin wußte ich von recht frühen mentalen Durchhänger vor KM 20, "ist ja noch soo weit". Diesmal hatte ich vorgesorgt und mein Handy mit MP3 Liedern vollgemacht. So bei KM 16 habe ich die Beschallung angemacht und bin im nachhinein schon begeistert über die Motivation, die man daraus ziehen kann. Etwas deprimierend finde ich Ende der 1.Runde den langen Weg zurück zum Start und wieder retour. Die erste Runde ging dann so in 2:28 durch. Die zweite Runde sollte mindestens "Tempo halten" werden. Inzwischen tat mir mein rechte Fuß weh und ich mußte anhalten und die Schnürung lockern. Die 2.Runde bestand im wesentlichen daraus immer wieder auf eine Läufergruppe aufzulaufen und diese zu überholen. Dazu reichte es meinen Schnitt zu halten. Die Verpflegung unterwegs war gut. Ich hielt mich früh und durchgängig ans Malzbier plus ab und zu ein salziges TUC. Die Attraktivität der Strecke ist imho vgl. mit dem Königsforst-Marathon. Nett, aber unspektakulär. Der Bodenuntergrund war eine Herausforderung. Oft schräg und uneben, nicht so schön. Im Ziel haarscharf unter 4:55 H. Als ich mein Erdinger Alkoholfrei auf dem Zechengelände trank kündigte der Moderator etwas vorschnell das Ende der Veranstaltung an !? Das fand ich doch arg früh und ungerecht gegenüber den noch einlaufenden Ultras. Als Belohnung darf ich mir noch einen 25 EUR Rabatt beim nächsten Laufschuhkauf bei Lauflust abholen.

17.11.2007

20. Elseyer Herbstwaldlauf (9.5 KM)

AK-Platz von Startnr. Zeit Kommentar 7 17 109 46:56 (62. von 168 Gesamt) 110 1:10:00 Frauchen 111 1:09:59 Freundin Birgit

Ein crossiger Landschaftslauf zum Saison Ausklang in charmanter Begleitung: Frauchen Regina mit Freundin Birgit sind Gäste bei Laufen-in-Lüdo.de.


Kommentar: In der Reg.phase stehen momentan nur relativ kurze Läufe auf dem Trainingsprogramm, aber warum nicht auch mal wieder ein knackig kurzer schnell gelaufen ? Der Lauf in Hagen Elsey paßt da genau ins Schema, ist verkehrstechnisch gut zu erreichen und hat ein schönes Stadionumfeld mit ausreichend Parkplätzen. Überraschenderweise fand auch meine Frau gefallen an dem Lauf und so waren wir insgesamt 3 Läufer(-Innen) mit Kind, die sich auf dem Weg nach Hagen machten. Vor Ort verging die Zeit bis zum Start wie im Flug: Startnummer abholen, ein bisschen Atmosphäre vor vollen Tribünen schnuppern, warm machen und ab an die Startlinie. Ich wunderte mich noch über die Ansage vom Moderator über die schleechte Streckenbeschaffenheit ("Hat doch gar nicht geregnet die letzten Tage?"), aber was sich mir dann nach der Einlaufphase aus dem Stadion bot war doch übelst, im positiven Sinne. Mir drängte sich der Verdacht auf, der Veranstalter bewässert die Strecke selbst, um für tiefen Morast und Modder zu sorgen. ;-) Dazu das rutschige Laub und der unebene Boden, genau das was die Kundschaft erwartet. Ich rollte so im Mittelfeld des Feldes mit und lief einfach nach Gefühl. Die Streckenposten machten einen guten Job und gaben Tipps auf welcher Seite man laufen sollte um Halt zu haben ! Klasse ! Mein einziger aufkommender Ehrgeiz unterwegs bestand vielleicht darin die zweite Steigung hochzulaufen, aber spätestens als ich in diese lief, war ich auf dem Boden der Tatsachen angekommen: Es geht nicht ohne Gehpause. Zu steil und zu glitschig, es gibt so gut wie kein Grip, um die Kraft umzusetzen. Nach dem Berg geht es ja eigentlich nur bergab, aber wieder war höchste Aufmerksamkeit gefordert um sich auf zwei Beinen zu halten und nicht lang zu machen. Wieder Asphalt unter den Laufsohlen wurde mit Anstand das Stadionrund erreicht und im Ziel eine knapp 47'er Zeit auf dem Tacho. Im Ziel gabs einen Herminator-Riegel sowie warmen Tee und für die Frauen einen Weihnachtsstern, gut ! Die beiden Frauen ließen es ruhiger angehen, aber nicht ohne weniger Spaß bei der Sache zu haben. Mein schlechtes Gewissen meine Frau zu diesem schweren Lauf überredet zu haben beruhigte ich mit der Übernahme des Schuhe putzens. Die Laufsachen vom Dreck zu befreien dauerte genauso lange wie der Lauf ! ;-) Der Ausflug nach Hagen hat sich wieder gelohnt. Der kostenlose Fotoservice der Veranstalter sucht seinesgleichen !

09.12.2007

3. Glühweinlauf Dortmund ( ~ 14-15 KM, "leicht" profiliert)


Laufbericht: Auf den Lauf sind wir über ein Laufforum gestossen und haben uns kurzentschlossen angemeldet. Nicht zu früh, weil der Lauf war fix ausgebucht. Die Teilnahme war kostenlos und bot im Anschluß eine Verköstigung in geselliger Runde. Start- und Zielbereich waren der Parkplatz am Schwerter Freischütz. Die Laufstrecke bestand grob aus einer Acht mit kurzem Boxenstop am Parkplatz nach der 1.Schleife. Das Wetter spielte mit und es blieb trocken von oben, kurz war mal ein Sonnenstrahl zu erhaschen. Mehr kann mal wohl nicht erwarten. Der Untergrund war von vorherigen Regenfällen modderig bis tief morastig. Sowas erhöht imho den Fun-Faktor ungemein. Das Lauftempo war moderat bis langsam und es wurde darauf geachtet, daß keiner unterwegs verloren geht. An der Bergwertung habe ich nicht teilgenommen, aber immerhin bin ich Ihn hochgelaufen. Dann war es schon nicht mehr weit ins Ziel und es war im warsten Sinne angerichtet ! Zum Glück hatte ich auf ein Frühstück verzichtet: Es gab alles von belegten Brötchen über Schmalzstulle und Frikadellen bis zig Kuchen und Törtchen. Selbst ein Grill war aufgebaut. Auch beim Trinken blieb kein Wunsch unerfüllt ! Sehr herzig die Siegerehrung der Bergwertung mit selbstgemachter Urkunde ! Meine tiefe Verneigung vor diesem selbstlosen Einsatz ! Leider wird sich dieser Geheimtipp schnell rum sprechen. Man kann nur hoffen, daß es diese Laufffreunde schaffen den Charakter der Veranstaltung zu bewahren.