13.03.2011

10.Pollenpower-Lauf (15,8 KM/ 380 HM )

AK-Platz von Startnr. Zeit Kommentar 22. 28 49 01:22 (85./181 Gesamt)

Vorbemerkung: FUN-Lauf zum Saison-auftakt. Die drei Steigungen erfordern eine gute Renneinteilung.

Bericht: Mit der Anfahrtsbeschreibung vom Veranstalter war Essen-Kupferdreh schnell gefunden. Ich war bei der der Brücke über den Baldeneysee noch auf ein Stück Fahrt eingestellt, als ich auf der linken Straßenseite nun schon Läufer ausmachte. Die Örtlichkeiten hatte ich mir hier irgendwie weitläufiger vorgestellt als das was sich mir nun bot. Ein Parkplatz war trotz meiner frühen Anreise schon Mangelware, aber mein kleiner C1 paßt in die kleinste Lücke ;-)
Zum Start des Hauptlaufes machte ich vielleicht gut 150 Läufer aus, darunter viele Bergziegen und lange Hungerhaken. Ich stand im hinteren Drittel und da blieb ich auch die ersten 500 Meter. Es ging über einen etwa 1 Meter breiten Weg. Da ging mit Einsortieren gar nichts und man konnte nur mit dem Feld mitlaufen. Weiter ging es über Bürgersteige aus dem Ort raus und ich beschleunigte auf einen in etwa 5:15'er Schnitt. Das war zügig, aber ließ Luft nach oben. Noch vor KM 2 ging es in den 1.Anstieg, den man langsam hoch laufen konnte. Die Pumpe lief am Anschlag. Oberstes Maxim daraufhin war, sobald es flacher wurde, erstmal wieder zu Atem kommen. Es ging über Nebenstraßen und Feldwege, teilweise mit Schotterbelag. Durch die Streckenführung mit zwei kleineren Schleifen kann man Getränkestände 2x anlaufen, was ja recht praktisch ist. Es gibt durchweg (Instant)-Zitronentee. Das ist in Ordnung. Die 2.Steigung habe ich gar nicht so mitbekommen. Ich hatte einen guten Laufryhtmus gefunden und lief etwas unter meinen Möglichkeiten. Vor der schwierigsten 3.Steigung hatte ich schon Respekt und so gönnte ich mir am nächsten Versorgungsstand ein kurzes Stehen bleiben, damit ich mal einen Becher Tee trinken konnte. Vorher beim Dauerhecheln reichte es nur zum Mund spülen. Die 3.Steigung wäre mit Wand besser beschrieben, aber ich hab mich hoch gequält. Alle anderen um mich herum gingen. Wer nun denkt, man hat es geschafft, der übersieht das ein zügiges Bergab genauso belastend und anspruchsvoll ist. Ich machte es mir hinter einem Läufer bequem und ließ mich ziehen. Der Garmin zeigte nun einen guten 4:30'er Schnitt. So wollte ich mich bis ins Ziel ziehen lassen, aber als uns ein Ehrgeizling gut 800 Meter vor dem Ziel überholte, überlegte ich kurz und dachte mir spontan: "Ne, der nicht" und so lief ich das Loch zu ihm wieder zu, setzte mir kurz hinter Ihm um in der Zielkurve erfolgreich zu kontern. ;-)
Fazit: Schöne, schnörkellose Veranstaltung mit attraktiver Strecke. Die 10.Jubiläums-auflage schien keinen zu interessieren. Das hätte man Marketing-technisch für größeren Zuspruch ausnutzen können, aber vielleicht ist das nicht gewollt.

10.04.2011

BIG 25 Herne (25 KM)

AK-Platz von Startnr. Zeit Kommentar 1156 ~ 2:29 H

Vorbemerkung: Ich habe mich relativ kurzfristig entschieden diesen Lauf als Trainingseinheit mitzunehmen. Auslöser war das Lauflust Angebot eines Einkaufsgutscheines in Höhe der Startgebühren.

Bericht: Herne scheint das gute Wetter gepachtet zu haben. Es herrschten wieder ideale Laufbedingungen mit viel Sonnenschein. Das Parken bleibt knifflig in Herne, ich mußte eine schon aufgebaute Straßensperre auf der Gegenfahrbahn umfahren ;-) um an meinen Parkplatz vom letzten Jahr zu kommen. Auch bei der Laufverpflegung gibt es Abzüge, nur kaltes Blubberwasser sind den Startgebühren nicht ganz angemessen, aber summa summarum bleibt es eine empfehlenswerte Veranstaltung, von denen es im Umkreis nicht mehr viele gibt. Zum Lauf: Ich hatte mich meinem 6'er Tempo entsprechend weit hinten eingereiht und hatte keine Probleme sofort mein Tempo aufzunehmen. Ich merkte sofort meine müden Knochen von der anstrengenden Woche und war auf einigen Kampf eingestellt. Zudem war es noch etwas frisch und dies machte doch unangenehm auf meine aktuelle Schwäche ;-) aufmerksam und so mußte ich doch tatsächlich mal in die Büsche. Kommt sonst bei mir nie vor. Die Strecke ist eigentlich nicht sehr erbaulich, bietet aber mit der Stadion-/Schloß- Strünkede Umrundung für mich ein echtes Highlight. Auch das Laufen durch die Fußgängerzone ist recht attraktiv und lädt dazu ein den Blick mal nach rechts und links in die Straßencafes zu werfen. ;-) Kurz vor Ende der 1.Runde sehe ich auf der anderen Straßenseite Jan Fitschen dem Ziel entgegeneilen. Ich überschlage wie weit es bis zu mir ist und entkomme einer Überrundung nur knapp. Kurz nachdem ich Startlinie zum zweiten Male passiere wird es auf dem Marktplatz hinter mir sehr laut. Auf der zweiten Runde wird es nun am Streckenrand schon voller und bietet genügend Kurzweil während des Laufens. Es läuft nun auch runder bei mir. Teilweise gibt es echt herzlichen und engagierten Streckensupport. Einen Mann sehe ich vielleicht 6-8 Mal und er hat immer einen aufmunternden Spruch über. Diese Leistung ist der unseren mindestens ebenbürtig. Der Ziel-Einlauf ist auch klasse, ein voller Marktplatz und Cheerleader zaubern einem ein Lächeln ins Gesicht. Da habe ich mir nun zwei Krombacher Weizen alkoholfrei verdient, super lecker.

Update Juli 2011: Der Lauflust-Gutschein ist für die Tonne. Die Schuhauswahl im Bochumer Laden war doch sehr eingeschränkt und meine Email-Anfrage ob ich den Gutschein denn im Online-shop einlösen konnte, wurde erst gar nicht beantwortet. Für mich hat sich der Laden erledigt.

17.04.2011

9.Spreewaldmarathon

AK-Platz von Startnr. Zeit Kommentar 34. 1741 4:05:32 (203. Gesamt) 8. 142 54:36 (Kevin 10KM Lauf) 48. 143 1:05:07 (Frauchen 10KM Lauf)

Vorbemerkung: Geplant war ein Wien-Wochenende als Geburtstagsgeschenk für Frauchen, an dem zufällig auch der Wien-Marathon stattgefunden hätte. ;-) Aber die Hotel-Preise haben uns unschwenken lassen und nun werden wir 1 Woche in einer Ferienwohung Fürst mitten in Lübben/Spreewald weilen. Der Marathon findet strategisch günstig gleich zu Anfang statt, sodaß der anschließenden Völlerei nichts im Wege steht. ;-)
Den Auftakt bildet wieder der "Sportlerabend mit Vital-Buffet", ich hoffe wieder mit Schoko-Brunnen.

Zille Fassbrause
Babben-Bier
Spreewälder Plinsen
Spreewald Honiggurken


Update: Statt Sportlerabend heißt es nun Kulinaria in Lübben zum Auftakt aufgrund organisatorischer Unzulänglichkeiten beim Verfasser dieser Zeilen. ;-) Wetter-prognosen stimmen hoffnungsfroh. Zum Lauf: Der Marathon ist als Trainings-lauf geplant mit Zeitfenster 4:10 H +- 10 Minuten. Freu mich schon drauf ... :-)
Bericht: Die Kulinaria hielt nicht das was es versprach, aber das Wetter ermöglichte ein draußen sitzen am Marktplatz in Lübben. Damit war ein schöner Urlaubsauftakt sichergestellt. Anderntags ging es früh nach Burg, weil das Parken noch vor 2 Jahren etwas kniffelig war. Inzwischen hatte man aber den Start-/Zielbereich verlegt und zusätzlichen Parkraum im Ort geschaffen. Es waren auch einige Buden aufgestellt, sodaß ingesamt eine entspannte und lebhafte Atmosphäre herrschte. Ein kleiner Minuspunkt ist sicher, daß man einen extra Zeitchip leihen mußte, der dann mit 5 EUR Gebühren zu Buche schlägt. Immerhin paßt diesmal die Brutto-/ Netto-zeit. Wer bisher meinte, die Startnummer wäre ein schmuckloses Beiwerk, der kennt nicht die Startnummer vom Spreewald-Marathon. Diese ist ein kleines Meisterwerk. Das Wetter war fast ideal: Normalerweise ist es im Frühjahr morgens im Osten recht frisch, aber frühe Sonnenstrahlen machten die Kleiderwahl doch etwas kniffelig. Ich entschied mich für T-Shirt und ärmelloser Weste drüber. Das war nicht verkehrt. Der Veranstalter präsentiert jedes Jahr neue Rekord Anmeldezahlen, diesmal rund 8500, aber diese verteilen sich über rund 30 Veranstaltungen von Laufen bis Paddeln und auf verschiedene Veranstaltungsorte. Der Spreewald Lauf-Marathon ist sicher eine familiäre Veranstaltung. Nur auf den ersten KM'n ist es dank Massenstart (gewollt) trubelig und eng. Ein Überholen ist kaum möglich oder sinnvoll. Ich gab bis KM4 meiner Frau einen 6'er Schnitt vor, die sich an der Stundenmarke zum 10'er versuchen wollte (und leider scheiterte). Nach dieser ersten Feld-trennung beschleunigte ich langsam auf einen 5:40'er Schnitt. Damit blieb ich in Reichweite einer Sub4 und hielt mir alle Optionen offen. Die Verpflegungsstände waren wieder üppig ausgestattet, teilweise mit zweifenhaften Nutzen: Wer ißt schon Chips oder Pralinen während des Laufens ? Mir macht es sehr viel Spaß durch die typische Spreewald-Kulisse zu laufen. Die Laufstrecke verläuft (leider) zu 90% auf Asphalt. Es gibt aber abschnittsweise die Möglichkeit auf befestigten Randwegen zu laufen. Ich als Lauf-Schwergewicht bemerke ich hier sofort einen Unterschied. Es gibt immer mal wieder kleine Brücken-Überquerungen. Die Trennung der HM'ies erfolgte diesmal an anderer Stelle, sodaß die Marathonies nun einen (für mich) neuen Streckenabschnitt laufen, u.a müssen wir über eine schmucke Holzbrücke, super. Dann wird wieder in die erste Runde eingebogen. So auf Höhe KM25 beschließe ich nicht mehr auf Sub4 zu schielen, sondern den Lauf zu genießen. Ich will mich nicht kaputt laufen und muskel-verkatert durch die nächsten Urlaubstage quälen. Mein Training ist auf den Höhepunkt Hollenlauf ausgerichtet. Die letzte Trainings-Woche am 100'er KM Umfang gekratzt, dann kann das jetzt "nur" ein Trainingslauf werden. Das Stehvermögen ist da, ich kann das Tempo bis zum Schluß halten und spüre ich laufe nicht am Limit. Wie gewohnt reicht ein konstantes Tempo aus um einen Läufer nach dem anderen zu kassieren. So nach 3,5 Stunden Laufzeit kann sich die Sonne doch durchsetzen. Zum Glück nicht eher sonst hätte sie mir schon zu schaffen gemacht. Bei KM 41,5 setzen Druckschmerzen in der rechten Brusthälfte ein, ich muß wieder gehen, wie zuletzt in Welver 2010. Mist, so kurz vor Schluß. Ich reiße die Arme hoch und danach drücke vorsichtig auf die Stelle. Mit dem 2.Versuch komme ich wieder ins Laufen, fast schon überraschend schnell. Ich dürfte hier so 2 Minuten verloren haben. Egal, gut zu wissen, daß es beherrschbar ist: Liegt es am Tempo und/oder Wetter ? Vom Ultralauf kenne ich das jedenfalls nicht. Im Zielkanal ist es trubelig und ich genieße die Anfeuerung. Schön wars. Die Ziel Versorgung ist super. Krombacher fährt alles auf, was alkoholfrei ist. Dazu Brötchen, Marmorkuchen, Tomaten und die unvermeidlichen Gurken. ;-) Nach einem Pläuschchen mit Verwandten geht es dann wieder Richtung FeWo in Lübben. Die nächsten Tage wird sportiv umgesattelt und durch den Spreewald geradelt.



( Marathon4you-Bericht )

14.05.2011

5. Bödefelder Hollenlauf (101 KM, 2107 Höhenmeter )

AK-Platz von Startnr. Zeit Kommentar 7. 8 620 13:20:40 (48. Gesamt)

Vorbemerkung: Häufig gehört: "Ach, im Sauerland willst Du laufen ? Dann ist das ja nicht so bergig !" Naja, wie man's nimmt: Der Thüringer Ultra hat 2150 Höhenmeter während der Hollenlauf nur 2107 Höhenmeter aufweist. Das sind ja dann doch immerhin 43 weniger ! ;-)
Die Lehren aus Thüringen lauteten: Hochsommer möglichst vermeiden und als Heimschläfer drohen keine planungs-organistorischen Überraschungen. Der Rest kann so bleiben. Beim Hollenlauf störte mich vorher die Wendepunktstrecke, aber über eine Länge von rund 50 KM sollte das nicht so auffallen. Die Veranstaltung genießt einen verzüglichen Ruf ! Bin schon auf das Hollenwasser gespannt. ;-)
Termin-Kollision, die Erste: Am 14.05 ist Bundesliga-Finale ! Hoffentlich ist Biene-Maja dann schon Meister sonst gibts Mecker vonner Frau. ;-)
Termin-Kollision, die Zweite: Auch keine Grand Prix Eurovision Party am Abend. Dafür wird die Puste nicht mehr reichen.

Stimmungslage: Wie in Thüringen 2010 gehe ich mit einem 3-Stufenplan ins Rennen: Minimalziel ist der Wendepunkt bei KM57, dann hätte ich immerhin die Ultradistanz geschafft. "Normal"-ziel wäre in den Bereich der persönlich längsten Distanz (KM75) zu kommen. Dafür gäbe es diesmal aber keine offizielle Bestätigung in Form einer weiteren Zeitnahme, was mir im Fall der Fälle wohl herzlich egal sein würde. Darüber hinaus geht es um Gold. Bei passieren von KM80 und fairen Wetterbedingungen gehe ich notfalls bis ins Ziel.
Das Training verlief nicht störungsfrei: ISG-Blockade, Muskelzerrung und Infekt verhinderten seit Jahresbeginn immer wieder eine hochschrauben auf einen 3-stelligen Wochem-Umfang. Summa summarum würde ich das Training als noch ausreichend beurteilen.
Über ein Laufforum habe ich habe zwei potenzielle Mitläufer gefunden. Das kann hinten raus ein Vorteil werden falls man zusammen bleibt.

Bericht: "Und, bist Du schon nervös ?" wurde ich desöfteren im Vorfeld gefragt. Die Antwort darauf ist Nein. Die langfristige Trainings-planung organisiert den Alltag straff durch und kurzfristig ist man mit der Organisation rund um den Lauf beschäftigt, weil es einen Fahrrad-Begleiterwechsel geben soll. Die Hinrunde übernimmt eine Freundin, die Rücktour meine Frau. Oberstes Ziel für mich ist es besser als in Thüringen 2010 zu machen, bloß keine Hektik vor dem Lauf.
Die Anreise am Samstag morgen klappt problemlos, auch ohne Navi. Der ist für den 2.Wagen für die Fahrad Begleitung reserviert. In Bödefeld wird mir ein Parkplatz auf einem Firmen-gelände zugewiesen, top. Vor Ort ist es kühler als gedacht, aber Kleidungs-alternativen habe ich etwas leichtsinnig nicht vorgesehen. Das späte Frühstück vor Ort (Honig-stullen) war unbedacht und wird mich beim Lauf eine ganze Zeit mit einem unangenehmen Magendruck bemerkbar machen. Im Startbereich treffe ich einen der zwei avisierten Laufbegleitungen aus einem Internet-forum. Im Forum erfährt man u.a. daß ein 100KM-Lauf nicht das Ende der Fahnenstange ist, sondern auch zu Trainingszwecken genutzt werden kann. ;-) Unmittelbar vor dem Start gibt es eine Einweisung zur Streckenmarkierung, was bei dem überschaubaren Feld und der langen Strecke sicher Sinn macht. Der Startschuß erfolgt und es geht im gemächlichen Wohlfühltempo mit einer 13KM Runde um den Ort los. Mit den ersten erklommenden Höhenmetern eröffnen sich einem gleich herrliche Blicke in die Landschaft. Genuß pur und das sollte auch über die ganze Streckenlänge anhalten. Nach der Einführungs-Runde kündigt bald ein Streckenschild an, es werde *etwas* steil. ;-) Naja, wo es steil genug ist, fällt es leicht in den Gehschritt zu wechseln. Die Verpflegungsstände sind zahlreich und vorbildlich ausgestattet und die Freundlichkeit und die Herzlichkeit der Leute sind der Hammer ! Ein freundliches Wort und man kommt sofort ins Gespräch. Die ersten Lauf-Stunden in Lauf-Begleitung vergehen wie im Flug. Dann setzt sich mein Lauf-Bekanntschaft so etwa auf Höhe der Streckentrennung des 67KM Feldes doch so langsam und sicher nach vorne ab. Für die Hunderter geht es weiter geradeaus zum Rhein-Weser Turm. Es wird noch ruhiger um einen herum und bis zum Turm gönne ich mir etwas Musik auf den Ohren. Etwa Höhe KM50 bin ich etwas irritiert, daß sich meine Druckbeschwerden in der rechten Brust ankündigen. Gibts doch nicht. Ich brauche einige Minuten um das in den Griff zu bekommen. Kurz vor der Wende kommen einen nun ausschließlich vor einem liegende 100KM Läufer entgegen. Einer grüßt mich mit einem seitlichen Daumen nach oben und ich überlege noch ob das der Ultra-Gruß ist ? Der nächste wünscht mir aber "Alles Gute" und später erhalte ich auch ein Beifall klatschen. Das ist alles sehr authentisch und eine besondere Atmosphäre. Im Vorfeld zum Lauf habe ich mir zum Wendepunkt, wo die Fahrradbegleitung wartete, ein Frikadellen Brötchen gewünscht. Ich hatte es für eine gute Idee gehalten zur Verpflegungsabwechslung mal was Deftigeres zu essen und ich wollte mich so beim Lauf auf ein Leckerchen freuen. Als es nun soweit war, konnte ich mich aber gar nicht mehr darüber freuen. Ich fühlte, ich war nicht mehr in der Lage, was Festes zu mir nehmen. Ich hatte mir auch vorgenommen 10 Minuten zu pausieren und die Füße hochzulegen. Tatsächlich waren es dann höchstens 1-2, dann wurde ich doch unruhig und wollte weiter. Auf den nächsten KM'n bemerkte ich doch eine zunehmende Müdigkeit. Das Wechseln in den Laufschritt fiel mir zunehmend schwerer. Die KM Anzeige auf dem Garmin bewegte sich im Zeitlupentempo. Irgendwann begann es zu regnen und an diese Möglichkeit hatte ich nun gar nicht gedacht und so werde ich und meine Begleitung nach und nach richtig naß. Ich habe nun erhebliche Mühe eine positive Grundstimmung zu behalten und innerlich ruhig zu bleiben, aber letztlich war es dieser Gedanke, der half. Es kann nur so funktionieren. Zum Glück waren es nur Schauer, die zum Schluß auch wieder aufhörten. Noch durchnäßt wurde nun das Laufen auf freien Hochebenen-Flächen richtig unangenehm, weil auch der Wind spürbar auffrischte. Ich legte zwischendurch eine Hand vor Brust, damit meine Startnummer nicht abgerissen wird. Zudem begann mich mein Trinkgürtel echt zu nerven. Dieses Auf- und Ab-schlagen der Trinkflasche war mir vorher nie aufgefallen. Soviel werde ich im Laufen wohl nicht abgenommen haben, daß der Umfang nicht mehr passte, dachte ich mir. Ich traute mich jetzt aber auch nicht den Gürtel enger zu ziehen wegen dem latenten Magenproblem und ich wollte die Hüfte durch den Gurt nicht einschnüren. Also begann ich die Flasche in Laufen in der Hand zu halten. Damit gings. Ich zwang mich immer mal wieder Mikrostückchen eines Riegels zu essen. Wenn's nicht drin blein sollte dann würde die Reaktion wohl hoffentlich nicht so heftig werden. Ich bemerkte dass mein Garmin zwischendurch stehen geblieben war und grübelte, wie groß wohl die Differenz zur tatsächlich zurückgelegten Distanz war. Am nächsten Verpflegungsstand gab's die Auflösung: Ich war 4 KM weiter als gedacht, hurra ! Da ich ja ständig auf die Uhr guckte, konnte die Pause nicht groß genug gewesen sein um die Abweichung zu erklären und so gab es für mich nur eine weitere Erklärung: Ich war zwischendurch so langsam, daß die Uhr in den Autostop ging. ;-) Das nächste anvisierte Zwischenziel war das Passieren meiner persönlich längsten absolvierten Strecke von 74 KM. Als es soweit war, gab es mir keinen Schub, ich registrierte es halt. Bis hierhin gab es keinen Moment wo ich an Aufgabe dachte und nun war mir klar, dass es bis zum Ende gehen würde. Meine Fahrrad-Begleitung verhält sich perfekt: Meist ruhig im Hintergrund und nur ab und zu ein paar Worte, die dann auch mal gut ablenken. Ein schöner Dialog war: "Und ? Wie geht es Dir ?" (Pause) "Gut." (Pause) Herzhaftes Lachen. Ich rechnete immer mal wieder die verbleibende Strecke um in Trainingsstrecken in der Vorbereitung: Nur noch ein langer Lauf, nur noch ein Wochentraining. Nach Anstiegen mußte ich nun erst mal richtig durchschnaufen um wieder Kraft zum Antraben zu bekommen. Die reichte nicht mehr weit, ein paar 100 Meter in der Ebene vielleicht. Und dann das Ganze wieder von vorne. Nur in den Bergabpassagen bemühte ich mich durchzulaufen. Am Verpflegungsstand "Lenneplatz" bekam ich eine warme Brühe und meine Beleitung einen Latte gegen die Kälte. Ich nahm im Zelt auf einem Stuhl Platz und es war so gemütlich dort und die Leute so freundlich, ich hätte den ganzen abend hier verbringen können. Also dann doch lieber jetzt wieder hoch. Ich hatte einige Mühe die Brühe drin zu behalten und ich wartete auch vergebens auf einen Leistungsschub durch die Brühe. Das nächste Zwischenziel war: "ab KM90 gehts nur bergab". Ein Witz mit Blick auf's Höhenprofil, aber die nächsten Kilometer half's. Am nächsten Verpflegungsstand bestellte ich mir mutig "1 Bier !" und nahm an einem Tisch Platz. Meinem Tisch-Nachbarn versprach ich: "Das ist mein erster und letzter 100'er". Das Bier wollte nicht wie gewünscht runter, dann kann ich auch gleich weiter. Die nächsten heftigen Steigungen nahm ich dann ungläubig war, aber das war jetzt auch egal. Erst bei Verpflegungsstand "Nasse Wiese" versicherte man mir, die letzten 6,5 KM gehts bergab. Das sollte dann stimmen. Auch am letzten VP sollte man sich über meine Ankunft freuen und so wollten ein paar Worte gewechselt werden. Aber es waren nur noch 2,5 KM und ich wollte reinkommen. Meine Fahrradbegleitung fuhr nun ins Ziel vor um sich für Bilder zu positionieren und ich war nun mit mir allein. So 1 KM vor dem Ziel in der letzten Kurve Richtung Dorf holten mich 3 Kinder auf Rollern ab und begleiteten mich jubelnd bis zur 800 Meter Marke. Das nimmt mich nun doch emotional mit. Ich habe nun einige Mühe mich zusammenzureißen, um nicht heulend ins Ziel zu kommen. Nun konnte ich auch den letzten kleinen Anstieg zum Ziel wieder laufen, warum nicht eher ? ;-) Die letzte Kurve, das Ziel. Es ist vollbracht ! Der Veranstalter beglückwünscht mich persönlich per Handschlag und Urkunde und Medaille gibts auch gleich. Ich bin viel zu kaputt um mich jetzt zu freuen. Meine Frau und ich sind auch viel zu durchgefroren, als das wir länger als nötig dort verweilen wollen. Wir gehen direkt zum Auto, um unsere Sachen zu verstauen und auf der Heimfahrt die Heizung aufzudrehen. Wenn wir zuhause sein werden, sollte der Hunger kommen und es soll mit einem Wein auf die Leistung angestossen werden. Es kam anders. Ich habe ein halbes Brötchen geschafft und nach den ersten Schlücken Wein gab es, sagen wir ... körperliche Ausfallerscheinungen. Ich verstehe das SOS Signal und lege mich sofort ins Bett. Anderntags geht es mir gut. Die Magenprobleme verschwinden zwar nur langsam ansonsten aber nur die typischen Beschwerden.
Wars das wert ? Eindeutig JA. Der kleine Hollenlauf ist ein Glücksfall. Hier wird man noch persönlich wahrgenommen und geht nicht in der Masse unter. Die Landschaft ist ein Traum.
"Das ist mein erster und letzter 100'er" ? Ich wollte sagen: Auf keinen Fall mehr als einen pro Jahr ! :-)


( Marathon4you-Bericht )

04.09.2011

1.Bochumer City-HM (HM)

AK-Platz von Startnr. Zeit Kommentar 60. 179 1866 1:48:22 (258./900 Gesamt) 1867 D.N.F (Frauchen) 2195 2:23:28 (Markus, Premieren-HM ! )

Vorbemerkung: Die Mehrfach-Wendepunktstrecke ist sicher nicht sonderlich erbaulich, aber laut Veranstalter-Info aus einem Lauf-forum: "es sind die großen Ausfallstrassen, die zum Wenden genutzt werden. [...]Also handelt es sich bei der "Wende" um einen Halbkreis von bestimmt 40 m Durchmesser. " Etwas überraschend wird dies spät im Jahr mein 1.HM. Revier-Cup Wertung zusammen mit dem Big25 Herne.



Bericht: Der Regen in der Nacht bis zum morgen brachte keine Abkühlung sondern drückende Schwüle als Vorbote eines kurzen Gewitters am Nachmittag. Aus dem 5 Anmeldungen zum Lauf aus dem Familien- und Freundes-kreis finden sich noch 3 zum Start ein. Ein Familien Mitglied wohnt circa 500 Meter Luftlinie vom Start, wo wir unser Basislager aufschlagen und unser Auto in einen der letzten Parklücken quetschen. Als wir an der Königsalle ankommen herrscht dort schon buntes Treiben. Es sind einige Büdchen aufgebaut und es gibt ein Bühnenprogramm. Die Temperatur-Anzeige an einem Display der Apotheke an der Kreuzung zeigt 25 Grad. Das ist heftig. Die Zeit bis zum Start vergeht so recht schnell und schon ist man eingereiht und zählt den Countdown runter. Nach dem Start knubbelt sich die Läufermasse erwartungsgemäß und es dauert einige hundert Meter bis man einigermassen frei laufen kann. Mein Garmin zeigt einen 5:10'er Schnitt und dabei geht es ja schon bergan ! Mal ruhig bleiben. Nach guten 2 KM die 1.Wende, leider ist von einem vom Veranstalter versprochenen Wende-*kreis* nichts zu sehen und man wendet fast 180 Grad. Nicht so schön. Danach geht es wieder Richtung Start-/Ziel-bereich und danach muß eine 8 KM Runde 2x durchlaufen werden. Was ich vorher nicht bedacht habe ist, daß einem auf dem Wendekurs ständig Läufer entgegenkommen und man so immer mit gucken abgelenkt wird. Das ist sicher ein Plus. Der Kurs führt dann Richtung Altenbochum und hat es höhenmeter-mäßig in sich. Kurz vor der dortigen Wende überholt mich der 1:45 Zugläufer. Oha, da bin ich doch zu schnell angegangen. Ich lasse eine Lücke entstehen sonst platze ich später in der Sonne. An den Verpflegungsständen gibt es nur Wasser und Schwämme. Ein Becher Wasser geht auf den Kopp, den anderen versuche ich zu trinken. Zum Schluß bleibe ich für's trinken stehen, damit ich genug Wasser aufnehme. Auf dem Rückweg von Altenbochum gibts nochmal einen Schlenker zum Friedhof. Leicht bergan, aber fast vollständig im Schatten, eine Wohltat. Wieder auf der Hauptstraße geht es nun wieder tendenziell bergab. Am Ende vom Steinring dann mit einer langggezogenen Steigung der größte Klopper. Wieder auf der Königsallee Richtung Start-/Ziel-bereich könnte man sich nun etwas erholen, wenn man langsamer macht. ;-) Für ein freundliches Grüßen ins Publikum an bekannte Gesichter reicht es noch und schon gibts die nächste Wende. Die letzte große Runde verläuft eigentlich ereignislos, nur langsamer. ;-) Es sind noch einige Zuschauer mehr geworden, sehr schön. Altenbochum ist super voll. Hier tut kurz nichts mehr weh. ;-) An der Steigung am Steinring läutet eine Dame tapfer seit Beginn der Veranstaltung eine schwere Kuhglocke. Auch eine tolle Ausdauerleistung ! Bis zum Ziel wird nun locker zügig durchgelaufen und im Ziel erstmal durchpusten. Für die Nachzielversorgung gibts leider nochmal einen Minuspunkt. Mit Wertmarken in eine Läuferschlange an einer (!) Getränke-ausgabestelle einreihen ist nicht so dolle. Ansonsten gibts ein positives Fazit zum Erstling. Ich komme gerne wieder.

11.09.2011

10.Münster Marathon (Marathon)

AK-Platz von Startnr. Zeit Kommentar 187. 390 706 3:53:18 (809./2419 Gesamt, HM-Splits: 1:56:34/ 1:56:45)

Vorbemerkung: 10 Jahre Münster-Marathon bedeuten auch 10 Jahre Laufen für mich ! Wer konnte schon mit dieser Entwicklung nach einem Premieren-Marathon rechnen ? Ich erinnere mich noch gut an meine anfänglichen Zweifel ob das mein Rücken länger mitmacht. Inzwischen bin ich positiver gestimmt. ;-) Vor 4 Jahren gab es mal eine partielle Streckenänderung, die ich nun mit meinen 3.Antritt zum ersten Mal ablaufen kann. Wenn's paßt würde ich gerne Sub 4 versuchen. Man hat ja Anstand und will sich ordentlich präsentieren ;-)


Bericht:Zum Jubiläum legt die Münster-Marathon Orga noch einen drauf: Ein edler Stoff Kleiderbeutel u.a. mit einem kostenlosen Buch "Tipps für 42 KM" sowie einem voll-bepacktem Rahmenprogramm mit Highlights wie verschiedene Themenparks an der Strecke. Mehr geht eigentlich nicht. Der Lauf wird von den Münsteranern sehr gut angenommen und es stehen viele an der Strecke und klatschen und feuern an. Zum Start knubbeln sich Läufer und Anfeuerung doch arg sehr, sodaß ich fast froh bin als es nach der 10KM-Schleife endlich aus der City geht. Es geht nun am Aasee vorbei, wo sich einem rechts und links tolle Blicke eröffnen. Da kann man als Ruhrpöttler doch fast etwas neidisch werden. Mit dem Start habe ich schnell meinen angestrebten 5:30'er Schnitt gefunden. Der Schnitt ergibt sich aus dem HM Ergebnis in der Vorwoche plus 10 Sekunden Puffer, damit ich mich nicht so arg quälen muß. ;-) Fühlt sich erstmal gut an trotz aktuell 3 kg Übergewicht ! Ernährungs-Disziplin, wo bist Du ? Dafür habe ich mir das Handy als MP3-Player geklemmt. Ich schlepp ja schon genug Gewicht mit mir rum. So gesehen ist das mein bisher *schwerster* Marathon. Im nachhinein war der Player-Verzicht genau richtig um die Stimmung an der Strecke aufzunehmen. Gelangweilt habe ich mich jedenfalls nicht. An den Verpflegungsstellen habe ich schnell meinen Rhythmus gefunden: 1x Wasser für den Kopf und sowie einen Schluck getrunken und darauffolgend leckeres Iso und Apfelsinen-Viertel, die man gut im Mund auslutschen kann. Sehr lecker. Die zu 2007 geänderte Strecke gefällt mir besser. Man kann aber immer noch einige Laufmeter durch Kurven *schnibbeln* sparen. zur HM-Distanz halte ich meinen 5:30'er Schnitte, nun soll er bis KM30 reichen. Es fängt an zu regnen. Erstmal nur Schauer. Das ist ganz angenehm. Ich empfinde keine große Schwüle wie in Bochum in der Vorwoche. KM 30, der Schnitt stimmt weiter. Vielleicht auch bis KM 35 ? Erst an dieser Stelle würde ich auf die Zeit Richtung Sub 3:50 schielen. Als es soweit ist merke ich doch meine müden Beine und hoffe das Tempo einigermassen ins Ziel zu retten. Gefühlt werde ich nun langsamer, aber selbst das reicht nun zum Überholen vieler Läufer. Der Zielkanal am Prinzipalmarkt ist mit seine Enge und der Zuschauer Anfeuerung auch so ein Münsteraner Pfund. Die Zielverpflegug ist 1A, sogar alkoholfreies Weizenbier ohne Mengenbeschränkung ( Hallo Bochum City-HM ;-) ). Das Finisher T-Shirt ist ein Hingucker. Leider regnet es sich bald ein und ich sehe zu nach Hause zu kommen. Münster ist eine Referenz-veranstaltung was Preis-/Leistung und Herzblut aller Beteiligten angeht.

03.10.2011

"5 am Tag" Familien-Marathon Welver (30 KM )

AK-Platz von Startnr. Zeit Kommentar 1116 2:53:31 (*** in-offizielle Zeit 30 KM/eigenen Chip an Sohn verliehen ***) 218 2:32:10 (*** HM Rele ***) 212 2:10:42 (*** HM Markus ***) 598 0:52:47 (*** 10KM Kevin ***) 599 1:05:xx (*** 10KM Dorle in-offiziell, da kein Leih-chip vor Ort mehr vorhanden ***)

Bericht: Welver stand in diesen Jahr eigentlich gar nicht auf dem Zettel, aber der Schwager war nach seinem HM-Debüt in Bochum angefixt und wollte nochmal nachlegen. So kam ich schnell auf Welver wo ich einen langen Trainingslauf einplante. Die 30KM Runde ist auch so angelegt, dass ich abschnittsweise Neuland belief. Das Kaiserwetter am So. morgen war traumhaft und vor Ort wurde völlig unaufgeregt nachgemeldet. Erstens kostet das nix extra und zweitens aufgrund der Erfahrungen vom Vorjahr. ;-) Meine Frau hatte zudem einen Freistart bei einem Gewinnspiel von laufen-in-dortmund.de gewonnen, vielen Dank an dieser Stelle dafür. Die Veranstalter hatten vor Ort keine Leihchips mehr, sodaß leider zwei der fünf Familien-runner ohne Wertung blieben ! Das war schade zumal es auch der erste 10KM Volkslauf meiner Schwägerin war. Meinen eigenen Chip gab ich meinem Jungen, der die 50 Minuten Marke auf 10 KM knacken wollte. Ich war ja sowieso ohne Zeitambitionen hier.
Interessanterweise sollte der Chipwechsel auch funktionieren. Ich hatte immer im Gedächtnis das dieser nicht übertragbar sei !? Mit dem Start fand ich schnell meinen geplanten 6'er Schnitt Rhythmus und rollte im hinteren Feld mit. Die Strecke kannte ich ja vom letzten Jahr, aber diesmal kam mir das alles noch ein wenig grüner und schöner vor. Ich nahm mir die Zeit für das tolle Panorama der Soester Börde. Ich genoß die auch als Dörfertour deklarierte Laufrunde und machte unterwegs ein paar Fotos und hörte den Geschichten aus meinem Lauf-umfeld zu, die gestern noch in Bremen Marathon liefen... wenn man den Hals nicht vollbekommt. ;-)
Ich empfand meinen Lauf als sehr entspannend und mühelos. Zwischendurch war ich selbst ein wenig über dieses anhaltene Formhoch erstaunt. Hoffentlich hält es bis Remscheid dachte ich mir. Die Versorgungsstellen waren ausreichend vorhanden und wurden mit Schildern gut sichtbar angekündigt. Außer am ersten Verpflegungsstand gab es neben Wasser dann noch Iso,Tee und Cola im Angebot. Wer was essen wollte, für den gab es die obligatorischen Bananen. An einem Stand erfreute ich mich über kleine Schokoriegel ! Mit dem Becher Wasser über den Kopf konnte ich auch die zunehmenden Temperaturen gut ertragen. Es war aber auch nicht so schlimm wie in Bochum weil auch ein kleines Lüftchen wehte und für ein wenig Kühlung sorgte.
Am letzten (?) Verpflegungsstand gabs kein Wasser und ich sah wie aus einem anliegenden Haus offensichtlich privater Nachschub geholt wurde. Super Einsatz !
Nach knapp drei Stunden hatte ich dann das Ziel erreicht. Die Zielversorgung war vielleicht etwas knapp bemessen. Es gab einen grossen Trinkbottich wo im Minutentakt verschiedene Getränke-Sorten angerührt wurden und auch sehr leckere Schmalzstullen im Angebot. Damit war es leider schon vor HM Zielzeit 2:10 H vorbei, sodaß weitere Familien-runner leider leer ausgingen und mit unseren Erzählungen vorlieb nehmen mußten. ;-) Auf Nachfrage am Stand erklärte man uns, das die 10 KM (!) Radfahrer trotz mahnender Worte des Personals sich nicht davon abbringen liessen, die Bestände leer zu futtern. Anschließend hätten diese noch den gegenüberliegenden Bäcker leergekauft. Naja, war jetzt nicht so schlimm und den Radsportlern kann man wohl nur guten Appetit attestieren. ;-) Fazit: Es war wieder ein rundrum schöner und erfolgreicher Tag in Welver.




30.10.2011

Röntgenlauf 2011 (63 KM Ultra, ~1100 Höhenmeter)

AK-Platz von Startnr. Zeit Kommentar 6309 (*** D.N.S. - kein Start wg. ISG-Blockade :-(((((( ***)



Vorzüge des Laufes: + perfekt zum Saisonabschluß, + nicht zu großer/nicht zu kleiner Rahmen, + kurze Anfahrt, + tolle Strecke, + super Verpflegung.

01.11.2011

Bottroper Herbstwaldlauf (25 KM)

AK-Platz von Startnr. Zeit Kommentar egal 2530 02:28:27 (25 KM) 2537 02:32:12 (25 KM Debüt Markus) 1454 00:59:16 (10 KM Dorle) 1453 01:02:31 (10 KM Frauchen)

Vorbemerkung: Reiner Testlauf nach ISG Pause.

Bericht: Der Lauf hatte sich recht kurzfristig auf Initiative vom Lauf-Novizen M. ergeben, der nach Bochum und Welver noch einen Nachschlag verlangte. Bottrop paßte da von der Strecke und der Entfernung perfekt. Die Wetter Bedingungen am Sonntag waren ebenfalls perfekt, sodaß sich der Veranstalter noch über eine Menge Nachmelder freuen durfte. Die Organisation vor Ort zeigte sich eingespielt und fehlerlos. Einparkhilfen auf dem Gelände, keine Schlange am Nachmeldeschalter, später nach dem Lauf auch keine Schlange Kuchentheke oder bei der Startnummer-Rückgabe, bravo ! Dazu sehr zivile Preise, z.Bsp. Kuchen für 1 - 1.50 EUR und Kaffee für 50 Cent. So macht man Werbung in eigener Sache !
Mein Lauf verlief unspektakulär. Ich rollte hinten im Feld etwas langsamer als ein 6'er Schnitt los, später einen Hauch schneller. Das war selbst meinem Laufnovizen zu langsam, der sich nach wenigen Kilometern von mir verabschiedete um seine Energie loszuwerden. Der Rücken zwickte mal mehr, mal weniger, aber er hielt. Leichtfüßig war das aber nicht. So gut es ging versuchte ich mich an der hübschen Naturkulisse zu erfreuen. Ab dem dritten Verpflegungsstand gab es dann auch meine favorisierte Kombi: Malzbier mit TUC-Keksen ! Auf Höhe KM 21 hatte ich mein kleines Erfolgserlebnis als ich auf den Laufnovizen wieder auflief, aber er hätte auch gerne vor mir bleiben können, bleibt ja in der Familie ! ;-) Am letzten Stand habe ich sogar Schokolade entdeckt und natürlich zugegriffen ! ;-) Ein wenig neidisch war ich dann doch als mir die Ultras auf Ihren 2.Runde entgegegenkamen, aber das ist nunmal gesundheitlich aktuell nicht möglich. Ich hoffe in 2012 wieder. Auf der Rückfahrt wurde es für mich nochmal kribbelig: Das (längere) Sitzen ist nämlich die ungünstigste Position bei meinem Rückenleiden. Aber der Kelch sollte an diesem Tag an mir vorüber gehen.


"Du musst nur entscheiden, was du mit der Zeit anfangen willst, die dir gegeben ist."
(aus Herr der Ringe: Die Gefährten)